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| PowerLetter - Mai 2004 |
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| | INHALT
Lohnt sich CRM wirklich?
Eine Schweizer Studie gibt Auskunft
Was ist wichtiger: Marketing oder Informatik?
Warum Marketing und Informatik nicht am gleichen Strick ziehen
Verkaufsjobs - Nummer 1 in den USA
monster.com - Erfolg dank Interaktion
Onlineboom
E-Commerce-Umsätze in den USA steigen rapide an
Mund-zu-Mund Propaganda - auch im B2B Geschäft möglich?
Wie Sie virales Marketing für Ihr Unternehmen nutzen können
Firmenwebseiten voller juristische Fehler
Kaum eine Webseite ist juristisch fehlerfrei
Alles neu macht der Mai
Pünktlich zur Jahreszeit, die alles spriessen und die Natur in einem neuen Kleid erscheinen lässt, haben wir das Re-Design unserer Webseite fertig gestellt. Damit haben wir auf Ihr Feedback – die Webseite könnte man schöner machen – reagiert. Selbstverständlich steht der Inhalt nach wie vor an erster Stelle.
Neben dem neuen Outfit haben wir auch eine neue Navigation eingebaut. Auf der linken Seite finden Sie nun Kontaktinformationen, Suche, Site-Map, usw., während im oberen Menu Artikel und Berichte zu den Themen Marketing und Verkauf untergebracht sind.
Auch zum PowerLetter gibt es eine Neuerung: Ab sofort werden die Texte auf ein Minimum reduziert, um Ihnen auf eine schnelle, übersichtliche Weise Informationen präsentieren zu können. Wollen Sie sich vertieft mit einem Thema beschäftigen, geben wir jeweils einen Link zu weiteren Informationen an.
Viel Spass und Erfolg wünscht Ihnen
Christian Heim
Lohnt sich CRM wirklich?
Studien über CRM gibt es viele. Beinahe alle namhaften Analysten haben über die enorme Anzahl von gescheiterten CRM Projekten, von unglaublich hohen Kosten für die Einführung von CRM Systemen und von demotivierten Mitarbeitern berichtet. Handkehrum aber auch über sagenhafte ROI (Return on Investment), Break Even und Umsatzsteigerungen im zweistelligen, ja sogar dreistelligen Prozentbereich geschrieben.
Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, haben wir Unternehmen in der Schweiz befragt, die mySAP CRM bereits eingeführt haben. Dabei haben wir vor allem Wert auf realistische Aussagen und Fakten gelegt.
Das Ergebnis ist verblüffend: Trotz der erheblichen Investitionen die bei CRM Einführungen anfallen, steht der Return on Investment nicht an erster Stelle, sondern vielmehr die Erwartung sich im Wettbewerb besser zu behaupten. Die Hoffnung auf höheren Nutzen erfüllt sich bei den meisten Unternehmen tatsächlich, allerdings wird er meist nicht gemessen, geschweige denn exakt quantifiziert. Was indes niemanden zu stören scheint: Denn CRM gilt längst nicht mehr als Kür, sondern als Pflicht – nicht nur für die IT-Abteilungen, sondern fürs Gesamtunternehmen.
Trotz dieser Einstellung der Unternehmen glauben wir, dass eine seriöse Bewertung vom CRM Nutzen nicht fehlen darf. Wir werden deshalb in den nächsten Ausgaben des PowerLetters verstärkt auf die Möglichkeiten und Methoden zur Berechnung von CRM Kosten und Nutzen eingehen.
Mehr zur mySAP CRM Studie erfahren Sie hier.
Was ist wichtiger: Marketing oder Informatik?
Ich bin überzeugt, dass wenn Marketing und Informatik mehr und intensiver zusammenarbeiten würden, ein enormes Potential freigesetzt werden kann. Wie Sie genau das erreichen, erfahren Sie in folgendem Artikel:
Warum Marketing und Informatik nicht am gleichen Strick ziehen
Verkaufsjobs - Nummer 1 in den USA
Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich wieder erholt. Bemerkenswert ist, dass bei monster.com zum ersten mal seit langem wieder Verkaufsjobs zu den meist gesuchtesten Stellen zählen. Ein klares Indiz dafür, dass sich die Marktlage allmählich erholt, und der Verkauf der meisten Unternehmen ausgebaut wird.
Wer ist eigentlich moster.com?
monster.com ist ein typisches New Economy Unternehmen, das Jeff Taylor vor zehn Jahren gegründet hat. monster.com ist eine Drehscheibe für Stellensuchende und –Anbieter.
Als einer der grossen Überlebenden des Internet-Booms zeigt monster.com eindrücklich, wie über elektronische Marktplätze Geschäfte gemacht werden können, die im physischen Markt kaum denkbar sind.
Der Haupterfolg von monster.com liegt in der Interaktivität des elektronischen Mediums Internet: eine Stelle kann um 14:00 Uhr ausgeschrieben werden, um 14:01 können unter Umständen bereits die ersten Bewerbungen entgegen genommen werden. Unternehmen können gezielt eine Datenbank mit 800’000 von Stellensuchenden filtern und finden so innert kürzester Zeit passende Kandidaten.
Genau so wie die Online-Reiseanbieter mehr und mehr das Geschäft der herkömmlichen Reiseveranstalter abgraben, so gräbt monster.com – mit seinen tiefen Kosten und der enormen Reichweite – das Geschäft der Headhunter und Zeitungen ab (Stelleninserate machen heute bis zu 20% des Gesamtumsatzes von Zeitungen aus).
Vor kurzem hat monster.com das Jobportal Jobpilot für rund 110 Millionen Franken gekauft. Damit dürfte monster.com auch in Europa bald die Nummer eins sein und die im letzten Jahr erwirtschafteten 680 Millionen Dollar noch einmal deutlich übertreffen.
Onlineboom
E-Commerce-Umsätze sind im Schlussquartal des abgelaufenen Jahres in den USA regelrecht explodiert. Laut einer Erhebung des Handelsministeriums wurden im Weihnachtsquartal per Internet, E-Mail oder anderen Onlinesystemen 17,2 Milliarden Dollar umgesetzt – ein Plus von 25 Prozent(!) gegenüber dem Vorjahr.
Mund-zu-Mund Propaganda - auch im B2B Geschäft möglich?
Virales Marketing, oder anders ausgedrückt die Mund-zu-Mund Propaganda der New Economy, findet auch im B2B Geschäft immer mehr Anwendung. Damit Sie sich über die Möglichkeiten des viralen Marketings ein Bild machen können habe ich Ihnen hier eine Auswahl an interessanten Links zusammengestellt:
- "Wie eine Botschaft Millionen erreicht", spiegel.de 17/02/04, Man muss nur die richtigen Leute ansprechen, dann verbreitet sich eine Nachricht ganz von selbst, behaupten Soziologen. Netzwerk-Forscher wollen solche "Superspreader" gezielt aus der Menge fischen und neue Wege in Marketing und Wahlkampf beschreiten.
- "Hohe Akzeptanz von Product Placement in Computerspielen", golem.de 09/02/04, Product Placement in Computer- und Videospielen stösst bei Verbrauchern auf hohe Akzeptanz.
- "Sind virale Effekte berechenbar?", more brains 15/09/03, US-Marktforscher entwickeln als erste eine Datenbasis für Viral-Marketer. Das amerikanische Marktforschungsinstitut Simmons, nach eigenen Angaben führend in der nationalen Konsumentenforschung hat die US Bevölkerung nach Ihrer Bedeutung für virales Marketing segmentiert.
- "Mund-zu-Mund-Propaganda: Kunden-Empfehlungen systematisch nutzen", akademie 12/08/02, Anzeigen? Telefonmarketing? Onlinewerbung? Bei der Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Akquisitions-Kanal sind sich nicht nur (Internet-)Dienstleister und E-Lancer einig: Neue Kunden gewinnt man vor allem aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda.
- Sabrina Helm, "Viral Marketing: Kundenempfehlungen im Internet", Heinrich Heine Universität Düsseldorf 18/06/01, Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internet und damit des Online-Marketing, beschreibt Dr. Sabrina Helm in Ihrem Beitrag die Strategie der Mund-zu-Mund-Propaganda, des sog. Viral Marketing.
- Dr. Ralph Wilson, "Viral Marketing: Wie ansteckend ist Ihre Online-Werbung?", ECIN 17/02/00, Ein neues Schlagwort breitet sich aus: virales Marketing. Hier ist Ansteckung erwünscht, denn Mund-zu-Mund-Propaganda verspricht gerade im Internet schnellen und weitreichenden Erfolg. Machen Sie es interessierten Kunden leicht, Ihre Angebote persönlich weiter zu empfehlen.
- "Virales Marketing " Abseits.de, 28/12/99, Als Viral-Marketing bezeichnet man alle Techniken, Kunden zu animieren, angebotene Produkte und Dienstleistungen weiter zu empfehlen. Die Botschaft verbreitet sich von Mund zu Mund wie ein Virus.
Firmenwebseiten voller juristischer Fehler
Der beste E-Shop heisst nicht Amazon, er heisst nicht Fleurop, erst recht nicht Beate Uhse. Er heisst Almdorfammertal – zumindest aus Sicht der Internetrechtsanwältin Meike Ströhmer. Kaufen kann man hier Holzschnitzereien, Krippenfiguren und Hinterglasbilder.
Was den WebShop auszeichnet: Er weist kaum juristische Mängel auf.
Geschäftsberichte werden 100-fach Korrektur gelesen, Informationsbroschüren und Prospekte durchlaufen die Rechtsabteilung etliche Male, ehe sie in den Druck gehen. Doch ausgerechnet bei der rechtlich einwandfreien Gestaltung ihres Internetauftritts leisten sich viele Unternehmen und Internetshops noch immer eine rührende Sorglosigkeit.
Zieht ein Konkurrent damit vor Gericht, könnte das reichen um die Internetseite auszuknipsen. Das zeigt ein Urteil aus Deutschland: die Richter untersagten eine Homepage, auf der nicht die im Handelsregister eingetragene Firma, mindestens ein Vertreter, insbesondere der Geschäftsführer, und die vollständige Anschrift stand.
Folgende Punkte sollten Sie unbedingt beachten (Liste nicht abschliessend):
- Führen Sie an einer leicht auffindbaren Stelle alle rechtlichen Information Ihrer Firma auf (Geschäftsform, Handelsregister eingetragener Firmenname, ein Vertreter mit vollständiger Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse)
- Verweisen Sie auf die Datenschutzbestimmungen Ihres Unternehmens, sobald der Benutzer aufgefordert wird persönlich Daten – auch wenn es nur Name und E-Mail ist - auf der Webseite einzugeben.
Stellen Sie sicher, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einfach aufzufinden, ausdruckbar und fehlerfrei sind. Gerade für Internetshops sind die AGBs von vitaler Bedeutung.
Nutzen Sie keine Schriftgrösse unter zehn Punkten für wichtige Informationen wie z.B. die Geschäftsbedingungen. Ansonsten kann es passieren, dass ein Gericht die Informationen als - rechtlich gesehen - nicht lesbar und damit ungültig erklärt. Übliche Sonderregelungen, etwa die Begrenzung der Reklamationsfrist auf zwei Wochen, werden so hinfällig.
- Weisen Sie unbedingt auf das Copyright der Webseite hin. Verweisen Sie im Quellcode, in dem unter anderem der Aufbau und das Layout der Seite festgelegt sind, auf ihr Urheberrecht. Das erleichtert das Vorgehen erheblich, wenn es einmal zu klären gilt, wer den Quellcode – und damit die Webseite - zuerst hatte.
- Versäumen Sie nicht auch Fehlschreibweisen Ihres Domainnamens zu registrieren. Das kann mitunter peinliche Situationen verhindern: Wer auf der Suche nach dem Autohersteller Opel noch vor kurzem statt der korrekten Adresse www.opel.de versehentlich www.ople.de eintippte, erlebte eine Überraschung. In leuchtendem Magenta erschien dort der Verweis auf eine etwas andere Art von Verkehrs-Web-Site: „www.stoss-mich.de“
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