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Können wir uns die Post bald nicht mehr leisten?
 
Mehr E-Mails – weniger Briefpost
Immer mehr Geschäftsmitteilungen werden über elektronische Medien, hauptsächlich E-Mail, abgewickelt. Die Folge: die Post hat weniger Briefe zu transportieren. Die Post hat aber bereits in teure Infrastruktur ( z.B. voll automatisierte Sortierzentren) investiert. Gleichzeitig steigen die Personalkosten stetig an. Die Folge: die Briefpost wird in regelmässigen Abständen teurer.

Dies wirkt sich wiederum auf die Firmen aus. Wer Geld sparen will, verzichtet auf aufwändige Briefaktionen und verschickt Geschäftssendungen über das Internet. Dies wirkt sich natürlich wiederum negativ auf die Post aus – die Preisspirale ist in vollem Gang.

Wenigstens gibt’s noch den Paketversand
Obwohl die Post neben Briefsendungen auch Pakete verschickt (welche ja bekanntlich nicht über das Internet verschickt werden können), gilt es auch hier, den Stellenwert der Post zu überdenken. Private Lieferdienste und Kuriere arbeiten günstiger und meist auch effizienter. Zudem sind die grossen Lieferdienste meistens auch international tätig, was gerade für Geschäftssendungen Vorteile bringt. Auch hier wird die Post früher oder später an Boden verlieren.

Alles nur Spekulation?
Beweis für die oben erwähnte These dürfte die kürzliche Verteuerung der Briefpost, sowie die geplante Schliessung kleinerer Poststellen sein. Hier ein Ausschnitt aus der öffentlichen Stellungnahme der Post zur Tariferhöhung vom 1.7.2003:

„Die Schweizerische Post begrüsst, dass das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die von der Post beantragten Preiserhöhungen für Standardbriefe genehmigt hat. Demnach werden die Preise für Standarbriefe ab 1. Januar 2004 als A-Post um 10 Rappen auf 1 Franken, als B-Post-Einzelsendung um 15 Rappen auf 85 Rappen und als B-Post-Massensendung um 5 Rappen angehoben. Diese unerlässlichen Anpassungen sind jedoch zur Sicherstellung der Finanzierung des Service public ungenügend. Weitere beantragte Massnahmen im Bereich Midi- und Grossbriefe sowie Briefe mit Zustellnachweis wurden abgelehnt. Die dadurch entstehenden Mindereinnahmen von mindestens 60 Millionen Franken werden im Bereich PostMail im Jahr 2004 zu einem massiven Defizit führen, auf das die Post mit einschneidenden Massnahmen wird reagieren müssen.“

Weiter heisst es:
„... Die zu erwartenden Einbussen als Folge des Rückgangs der Briefmengen um voraussichtlich rund 10 Prozent in den nächsten zehn Jahren und der laufenden Verlagerung von der margenstärkeren A-Post zur günstigeren B-Post können nicht kompensiert werden. Zudem werden die mit der Neukonzeption der Briefverarbeitung (REMA) eingeleiteten Kostensenkungen frühestens im Jahr 2009 voll wirksam. Insgesamt wird der letztes Jahr erstmals defizitäre Bereich PostMail in den nächsten Jahren weiter in die roten Zahlen fallen.“

Ich bezweifle, dass es bei der Einbusse der Briefmenge bei 10 Prozent in den nächsten 10 Jahren bleiben wird...

Bleibt zu hoffen, dass die Post die Zeichen der Zeit frühzeitig erkennt und in Zukunft neue, rentablere Services anbieten kann und wird.

Was bedeutet das nun für den Marketing Profi?
Es kann nur eine Lösung geben: Langfristig weg von der Briefpost, hin zur elektronischen Kommunikation.

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Christian Heim
Geschäftsführer
Leiter Beratung & Verkauf

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